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TRANSFORMATION

Frau auf dem Weg durch die Natur als Symbol für Transformation, innere Veränderung, persönliche Entwicklung und bewusste Neuorientierung.

Transformation verstehen – was innere Veränderung wirklich braucht

Viele Menschen kommen mit dem Wunsch nach Transformation. Sie spüren, dass etwas in ihrem Leben nicht mehr stimmig ist, dass alte Muster nicht mehr tragen oder dass ein innerer Druck entstanden ist, der so nicht bleiben kann. 

 

Mit dem Wort Transformation verbinden viele die Hoffnung, dass sich etwas von einem Moment auf den anderen verändert. Dass ein Zustand endet und ein anderer beginnt. Vom Schmerz in die Erleichterung. Von der Unsicherheit in die Klarheit. 

 

Aus meiner Erfahrung in der Hypnosepraxis zeigt sich jedoch immer wieder:Innere Transformation ist selten ein einzelner Moment – sie ist ein Prozess. Transformation ist kein Umschalten, sondern ein Weg

Was wir Transformation nennen, beginnt meist mit einer Erkenntnis:

Etwas passt nicht mehr.

Etwas fühlt sich innerlich nicht mehr stimmig an.

Etwas will sich verändern.

Darauf folgt häufig ein Loslassensprozess.

Alte Überzeugungen, innere Bindungen oder vertraute Rollen verlieren ihre Funktion.

 

Dieser Schritt ist selten klar oder geradlinig – und oft mit Unsicherheit verbunden. Nicht selten entsteht dabei eine Phase der Leere. Das Alte ist nicht mehr tragfähig, das Neue noch nicht greifbar. 

 

Diese Phase wird von vielen als besonders unangenehm erlebt, ist aber ein zentraler Bestandteil innerer Veränderung. Erst danach kann sich etwas Neues entwickeln. Nicht als fertige Lösung, sondern als etwas, das wachsen darf. 

 

Je nach Mensch und Lebenssituation kann dieser Prozess Tage, Wochen oder auch Jahre dauern.

 â€‹Wie Transformation sich konkret zeigt: die innere Grenze

Transformation zeigt sich nicht immer als Bewegung oder Veränderung im Außen. Sehr häufig wird sie zunächst als innere Grenze erlebt. Eine Grenze, an der man innehält. An der vertraute Strategien nicht mehr greifen. Und an der nicht sofort klar ist, wie es weitergehen soll. Wichtig ist dabei zu verstehen:Nicht jede innere Grenze entsteht aus dem gleichen Grund. In der Praxis zeigen sich vor allem zwei unterschiedliche Arten, an eine solche Grenze zu kommen – und sie brauchen jeweils etwas grundlegend anderes.

1. Wenn die Grenze aus Schutz entsteht

Manche inneren Grenzen entstehen, weil das innere System reguliert. Nicht, weil etwas „falsch“ ist, sondern weil Verarbeitung, Integration oder Erholung notwendig sind.

Das Nervensystem signalisiert in diesen Phasen oft:

  • Überforderung

  • innere Erschöpfung

  • Rückzug

  • Unklarheit

  • oder ein diffuses Gefühl von „Noch nicht“

 
Diese Grenze ist kein Widerstand gegen Entwicklung, sondern ein Schutzmechanismus, der Stabilität sichern soll. In solchen Phasen wäre es kontraproduktiv, die Grenze zu überschreiten. Nicht, weil Veränderung falsch wäre, sondern weil sie zu früh käme.

Was hier gebraucht wird, ist:

  • Verlangsamung

  • Orientierung

  • Regulation

  • und das bewusste Ernstnehmen dessen, was gerade da ist

  •  
    Wachstum entsteht in diesen Phasen nicht durch Druck oder Entscheidung, sondern durch das Zulassen von Pause, Integration und innerem Halt.
     

2. Wenn die Grenze aus Bereitschaft entsteht

Es gibt jedoch auch innere Grenzen, die nicht aus Schutz entstehen, sondern aus innerer Bereitschaft. In diesen Fällen ist bereits spürbar:Etwas Neues möchte sich entwickeln. Eine Ausrichtung ist innerlich vorhanden.

 

Der Wunsch nach Veränderung ist klar. Und dennoch kommt es zu Zögern. Nicht, weil das System überfordert ist, sondern weil alte Sicherheiten, frühere Erfahrungen oder vertraute Schutzmuster dem Neuen noch nicht vertrauen.

Hier liegt die Grenze nicht darin, dass etwas gehalten werden muss, sondern darin, dass ein innerer Schritt noch nicht gegangen wird. In diesen Phasen geht es nicht um weiteres Verstehen oder Abwarten. Sondern um:

  • Vertrauen

  • Selbstwirksamkeit

  • und die Bereitschaft, eine neue innere Position einzunehmen

 
Diese Grenze will nicht gehalten, sondern überschritten werden – nicht impulsiv, sondern bewusst.
Warum diese Unterscheidung entscheidend ist. 
 
Von außen sehen beide Situationen oft gleich aus: Unsicherheit, Stillstand, inneres Zögern. Innerlich unterscheiden sie sich jedoch grundlegend. Wird eine Schutzgrenze überschritten, entsteht Überforderung. Wird eine Bereitschaftsgrenze gehalten, entsteht Stagnation.
 
Die eigentliche Kunst in inneren Transformationsprozessen besteht daher nicht darin, schneller zu werden, sondern darin, zu erkennen, welche Art von Grenze gerade wirksam ist.

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